OSZ Oder-Spree in Fürstenwalde: Brandenburgs größte Schule fordert bessere Ausstattung

Das Oberstufenzentrum (OSZ) Oder-Spree mit Hauptsitz in Fürstenwalde ist die größte Schule des Landes Brandenburg – doch die Ausstattung lässt zu wünschen übrig. Schulleiter Axel Schmook macht nun öffentlich Druck und fordert von der Politik mehr Investitionen in die berufliche Bildung.

Größte Schule Brandenburgs mit Sanierungsstau

Rund 4.000 Schülerinnen und Schüler besuchen das OSZ Oder-Spree an seinen Standorten in Fürstenwalde und Eisenhüttenstadt. Damit ist es nicht nur die größte Bildungseinrichtung der Region, sondern auch die größte Schule im gesamten Bundesland Brandenburg. Doch die schiere Größe bringt Herausforderungen mit sich: Viele Räume sind veraltet, die technische Ausstattung entspricht nicht mehr den Anforderungen moderner Berufsausbildung.

Schulleiter Axel Schmook kritisiert, dass die Dimension seiner Schule bei der Mittelvergabe nicht ausreichend berücksichtigt wird. „Die Größe unseres OSZ wird oft übersehen“, so Schmook gegenüber der MOZ. „Wir brauchen dringend Investitionen in Gebäude und digitale Infrastruktur.“

Vielfältiges Bildungsangebot unter einem Dach

Das OSZ Oder-Spree deckt ein breites Spektrum beruflicher Bildung ab. Von Wirtschaft und Verwaltung über Technik und Informatik bis hin zu Gesundheit und Sozialwesen – die Schule bereitet junge Menschen auf verschiedenste Berufsfelder vor. Auch das Abitur kann hier in verschiedenen Fachrichtungen erworben werden.

Diese Vielfalt sei eine Stärke, betont Schmook, aber auch eine finanzielle Herausforderung: Unterschiedliche Fachbereiche benötigen unterschiedliche Ausstattung – von Laborräumen für Naturwissenschaften bis zu modernen Computerkabinetten für IT-Berufe.

Hilfe vom Bildungsministerium gefordert

Die Schulleitung hat sich nun an das Brandenburger Bildungsministerium gewandt. Konkret geht es um Fördermittel für die Sanierung von Gebäuden sowie für die Anschaffung zeitgemäßer Lehrmittel. Der Digitalpakt Schule habe zwar einige Verbesserungen gebracht, sei aber bei Weitem nicht ausreichend, um den Rückstau aufzuholen.

Besonders dringlich sei die Situation in den Werkstätten und Fachräumen des Standorts Fürstenwalde. Dort müssten Auszubildende im gewerblich-technischen Bereich zum Teil mit Maschinen arbeiten, die nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik entsprechen – kein gutes Signal für die Fachkräfte von morgen.

Fachkräftesicherung beginnt in der Schule

Das OSZ Oder-Spree spielt eine Schlüsselrolle für die regionale Wirtschaft. Viele Unternehmen in Fürstenwalde und Umgebung sind auf gut ausgebildete Fachkräfte angewiesen. Wenn die Ausbildung unter mangelhaften Bedingungen stattfindet, leidet mittelfristig der gesamte Wirtschaftsstandort.

„Wir bilden die Fachkräfte von morgen aus“, mahnt Schmook. „Dafür brauchen wir vernünftige Rahmenbedingungen.“ Die Forderung an die Politik ist klar: Wer Fachkräftemangel bekämpfen will, muss in die berufliche Bildung investieren – und zwar dort, wo die meisten Schüler sind.

Ausblick: Hoffnung auf den neuen Haushalt

Mit dem neuen Landeshaushalt könnten Mittel für die dringend benötigte Sanierung bereitgestellt werden. Eltern, Lehrkräfte und Schüler hoffen auf baldige Fortschritte. Die kommenden Monate werden zeigen, ob das Bildungsministerium die Forderungen aus Fürstenwalde ernst nimmt.

Fürstenwalde hat mit dem OSZ Oder-Spree einen echten Bildungsriesen – es wird Zeit, dass dieser Riese auch die Ausstattung bekommt, die er verdient.

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