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Vor den Toren Fürstenwaldes entsteht ein Leuchtturmprojekt der Energiewende: In Steinhöfel, nur wenige Kilometer östlich der Stadt, geht eine der größten Agri-Photovoltaikanlagen Europas ans Netz. Die Anlage verbindet auf innovative Weise Landwirtschaft mit Solarstromproduktion – ein Modell mit Zukunft für die gesamte Region.

Was ist Agri-Photovoltaik?

Agri-Photovoltaik – kurz Agri-PV – ist eine Technologie, die landwirtschaftliche Nutzung und Stromerzeugung auf derselben Fläche ermöglicht. Anders als bei herkömmlichen Solarparks werden die Module so aufgestellt, dass darunter weiterhin Ackerbau oder Viehhaltung betrieben werden kann. Die Fläche wird also doppelt genutzt: oben Strom, unten Nahrungsmittel. In Zeiten knapper werdender Agrarflächen ist das ein entscheidender Vorteil.

Die Anlage bei Heinersdorf

Die Agri-Solaranlage bei Heinersdorf in der Gemeinde Steinhöfel gehört zu den ambitioniertesten Projekten dieser Art in ganz Europa. Auf einer großen Fläche werden Photovoltaikmodule so installiert, dass die landwirtschaftliche Bewirtschaftung darunter uneingeschränkt möglich bleibt. Ein Teil der Anlage ist nun fertiggestellt und speist ab sofort Strom ins öffentliche Netz ein.

Die exakten Dimensionen des Projekts sind beeindruckend: Es handelt sich um eine mehrstellige Megawatt-Anlage, die jährlich sauberen Strom für mehrere tausend Haushalte liefern kann. Zum Vergleich: Eine durchschnittliche Freiflächen-Photovoltaikanlage mit 10 Megawatt Leistung versorgt rund 3.000 Haushalte mit Strom. Die Anlage in Steinhöfel geht weit darüber hinaus.

Was bedeutet das für Fürstenwalde und die Region?

Für die Region Fürstenwalde und Oder-Spree hat das Projekt mehrere positive Effekte. Erstens stärkt es die lokale Energiesouveränität: Der hier produzierte Strom fließt direkt ins regionale Netz und reduziert die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten. Zweitens entstehen durch Bau und Wartung der Anlage Arbeitsplätze vor Ort – von der Planung über die Installation bis zur laufenden technischen Betreuung.

Drittens positioniert sich die Region als Vorreiter in Sachen innovativer Energietechnologie. Während anderswo noch über den Flächenverbrauch von Solarparks diskutiert wird, zeigt Steinhöfel, dass beides geht: saubere Energie und produktive Landwirtschaft. Die Gemeinde wird damit zum Vorbild für andere Kommunen in Brandenburg und darüber hinaus.

Für Monteure und Fachkräfte, die in der Region tätig sind, ergeben sich zudem neue berufliche Perspektiven. Die Energiewende braucht qualifiziertes Personal – von Elektrikern über Bauleiter bis hin zu IT-Fachkräften für die Steuerung und Überwachung der Anlagen.

Agri-PV als Zukunftsmodell

Die Anlage in Steinhöfel steht exemplarisch für einen Trend, der in ganz Deutschland an Fahrt aufnimmt. Die Bundesregierung hat mit dem „Solarpaket I“ die Rahmenbedingungen für Agri-PV deutlich verbessert. Gefördert werden künftig nicht nur spezielle Kulturen unter den Modulen, sondern auch die Beweidung durch Schafe oder der Anbau von Sonderkulturen wie Beeren und Obst.

Für Landwirte bietet Agri-PV eine zusätzliche Einkommensquelle: Sie erhalten Pacht für die Flächen und können gleichzeitig weiter Landwirtschaft betreiben. In Zeiten schwankender Agrarpreise ist das eine willkommene wirtschaftliche Stabilisierung.

Fazit

Die Inbetriebnahme der Agri-Solaranlage in Steinhöfel ist eine gute Nachricht für Fürstenwalde und die gesamte Region Oder-Spree. Sie zeigt: Energiewende und ländliche Entwicklung müssen kein Widerspruch sein. Im Gegenteil – sie können sich gegenseitig beflügeln. Das Projekt setzt Maßstäbe, von denen die Region noch lange profitieren wird.

Quelle: MOZ, 21. Mai 2026 – „Investition bei Fürstenwalde: Riesige Agri-Solaranlage geht ans Netz“

Meilenstein für die Bildungslandschaft in Fürstenwalde

Am 12. November 2025 wurde auf dem SpreeCampus in Fürstenwalde ein bedeutender Meilenstein gefeiert: Das Richtfest für die neue Grundschule markiert den erfolgreichen Abschluss der Rohbauphase und bringt die Stadt einen großen Schritt näher an ihre Vision eines modernen Bildungszentrums.

Ein Campus für die Zukunft

Der SpreeCampus in Fürstenwalde entwickelt sich zunehmend zu einem lebendigen Bildungsstandort. Nach der bereits bestehenden Oberschule und weiteren Bildungseinrichtungen ergänzt die neue Grundschule nun das Angebot für die jüngsten Schülerinnen und Schüler der Region. Das Projekt wird in zeitgemäßer Holz-Beton-Hybridbauweise realisiert – ein Zeichen für nachhaltiges Bauen und zukunftsorientierte Architektur.

Zahlen und Fakten zum Neubau

Die neue Grundschule bietet Platz für rund 280 bis 340 Schülerinnen und Schüler, die in insgesamt zwölf Klassen unterrichtet werden. Ein besonderes Highlight ist die großzügige Aula mit 194 Sitzplätzen, die nicht nur für schulische Veranstaltungen, sondern auch für kulturelle Aktivitäten der gesamten Stadt genutzt werden kann.

Mit einer Gesamtfläche von etwa 8.500 Quadratmetern für Schul- und Außenbereiche schafft das Gebäude vielfältige Möglichkeiten für Bewegung und Aufenthalt – ein wichtiger Aspekt für die Entwicklung der Kinder.

Nachhaltigkeit im Fokus

Besonders hervorzuheben ist das nachhaltige Energiekonzept der neuen Grundschule. Mit 42 Erdwärmebohrungen wird eine umweltfreundliche und ressourcenschonende Energieversorgung gewährleistet. Das Gebäude soll nach dem Nachhaltigkeitsstandard BNB-Silber zertifiziert werden – ein klares Bekenntnis zur ökologischen Verantwortung.

Ein weiteres Highlight ist das Projekt „Kunst am Bau“, das gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern entwickelt wird und sich thematisch mit der Idee der Zeit auseinandersetzt. Damit wird die neue Schule nicht nur zu einem Ort des Lernens, sondern auch zu einem Ort der kreativen Auseinandersetzung.

Historische Kontinuität

Die Feierlichkeiten zum Richtfest erinnerten auch an die lange Bildungstradition der Stadt. Der Grundstein für die Erweiterung der Theodor-Fontane-Grundschule wurde bereits in einer früheren Bauphase gelegt – ein Zeichen dafür, wie sehr Fürstenwalde Wert auf kontinuierliche Bildungsinvestitionen legt.

Investition in die Zukunft

Die Gesamtkosten für den Neubau der Grundschule und die zugehörige Zweifeldsporthalle belaufen sich auf rund 39 Millionen Euro. Das ehrgeizige Vorhaben wird zusätzlich durch Fördermittel in Höhe von 1,84 Millionen Euro unterstützt. Bis zur Fertigstellung des Schulgebäudes und der Außenanlagen, die für das Jahr 2027 vorgesehen ist, werden die ersten Klassen vorübergehend in einem eigens abgetrennten Bereich der Spree-Oberschule untergebracht.

Fazit

Das Richtfest am SpreeCampus ist mehr als nur ein symbolischer Akt – es steht für den festen Willen der Stadt Fürstenwalde, in die Zukunft ihrer Kinder und der gesamten Bildungslandschaft zu investieren. Mit moderner Architektur, nachhaltigem Bauen und innovativen Bildungskonzepten entsteht hier ein Ort, der die kommenden Generationen prägen wird.

Bleiben Sie dran für weitere Updates zum SpreeCampus und die bevorstehende Einweihung der neuen Grundschule!