Spree-Campus Fürstenwalde: Stadt lehnt Hort-Trägerschaft ab – Was Eltern jetzt wissen müssen
Der Spree-Campus in Fürstenwalde ist eines der größten Bildungsbauprojekte der Region. Doch wenige Monate vor der geplanten Eröffnung der neuen Grundschule sorgt eine Entscheidung für Diskussionen: Die Stadt Fürstenwalde hat die Trägerschaft für den angeschlossenen Hort abgelehnt. Was bedeutet das für Familien, und wie geht es jetzt weiter?
Ein Milliardenprojekt für die Bildung
Der Spree-Campus an der Hegelstraße wächst sichtbar. Mit einem Investitionsvolumen von rund 39 Millionen Euro entsteht hier eine moderne vierzügige Grundschule, die zum Schuljahr 2026/2027 den Betrieb aufnehmen soll. Das Richtfest wurde bereits im November 2025 gefeiert, und im Dezember 2025 beschloss der Kreistag sogar einen dritten Neubau auf dem Campus-Gelände. Die Vorfreude auf den Bildungsstandort ist groß – doch beim Hort hakt es.
Die Absage der Stadt
Anfang Juni 2026 wurde bekannt: Die Stadt Fürstenwalde wird nicht als Träger des Hortes am Spree-Campus fungieren. Während die Stadt die Entscheidung mit personellen und organisatorischen Gründen begründet, sehen Kritiker darin ein Versäumnis in der Planung. Denn für berufstätige Eltern ist die Hortbetreuung ein entscheidender Faktor bei der Schulwahl.
Freie Träger als Alternative
Die Suche nach einem alternativen Träger läuft bereits auf Hochtouren. Infrage kommen erfahrene freie Träger der Jugendhilfe, die bereits an anderen Standorten in Fürstenwalde und Umgebung erfolgreich Horte betreiben. Der Trägerwechsel ist keine Seltenheit: Auch an der Sonnengrundschule in Fürstenwalde wurde zuletzt ein Hort-Neubau durch einen freien Träger realisiert.
Für Eltern bedeutet das vor allem eines: Sie müssen sich darauf einstellen, dass der Hortbetrieb möglicherweise von einem anderen Anbieter übernommen wird als ursprünglich gedacht. An der Qualität der Betreuung soll das nichts ändern – die Stadt betont, dass die Standards gesichert bleiben.
Zeitplan unter Druck
Die Uhr tickt. Die Einschulung 2026 rückt näher, und Familien brauchen Planungssicherheit. Ein nahtloser Übergang von der Schule in den Hortbetrieb muss gewährleistet sein – unabhängig davon, wer am Ende die Trägerschaft übernimmt. Der Landkreis Oder-Spree als Bauherr des Campus ist zuversichtlich, dass bis zum Schulstart eine Lösung steht.
Das Gesamtbild: Bildungscampus mit Zukunft
Der Hort-Streit sollte nicht den Blick auf das große Ganze verstellen: Mit dem Spree-Campus entsteht in Fürstenwalde ein zukunftsweisender Bildungsstandort. Neben der Grundschule sind weitere Bildungseinrichtungen auf dem Gelände geplant. Für die wachsende Stadt Fürstenwalde mit ihren vielen neuen Wohngebieten ist das ein wichtiger Standortfaktor.
Die Stadt und der Landkreis stehen in der Verantwortung, jetzt schnell Klarheit zu schaffen. Fürstenwaldes Familien verdienen eine verlässliche Perspektive für ihre Kinder.
Bild: Die Gerhard-Goßmann-Grundschule in Fürstenwalde – ein Beispiel für denkmalgeschützte Schulbauten der Stadt. Foto: Clemensfranz, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
























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