Fürstenwalde möbliert Wohnen
  • Deutsch
  • Click to open the search input field Click to open the search input field Suche
  • Menü Menü

Schlagwortarchiv für: Geschichte

Du bist hier: Startseite1 / Geschichte

Beiträge

blog

Kulturelle Vielfalt in Fürstenwalde: Museen, Städtepartnerschaften und kulturelle Highlights der Domstadt

Fürstenwalde – mehr als nur eine Domstadt an der Spree

Fürstenwalde, die malerische Domstadt an der Spree, bietet weit mehr als eine idyllische Lage im Herzen des Oder-Spree-Seenlands. Wer die Stadt wirklich kennenlernen möchte, sollte einen Blick auf ihre facettenreiche Kulturlandschaft werfen – denn hier vereinen sich Geschichte, internationale Beziehungen und lebendige Kultur auf einzigartige Weise.

Das Museum Fürstenwalde: Zeugnisse der Stadtgeschichte

Im Herzen der Stadt befindet sich das Museum Fürstenwalde, ein wahres Schatzkästchen für Geschichtsinteressierte. In historischen Räumen präsentiert das Museum faszinierende Exponate aus über 600 Jahren Stadtgeschichte. Besucher können hier die Entwicklung Fürstenwaldes von der mittelalterlichen Bischofsstadt bis zum modernen Industriestandort nachvollziehen. Besonders sehenswert sind die Sammlungen zur Stadtgründung und zur Zeit der Industrialisierung, die Fürstenwalde nachhaltig prägten.

Das Museum bietet zudem regelmäßig wechselnde Sonderausstellungen, die aktuelle Themen mit lokaler Geschichte verbinden. Für Schulklassen und Gruppen werden thematische Führungen angeboten, die einen tiefen Einblick in die regionale Geschichte geben.

Internationale Verbindungen: Städtepartnerschaften

Fürstenwalde pflegt lebendige Partnerschaften mit Städten in mehreren europäischen Ländern. Diese Verbindungen reichen über die Grenzen Brandenburgs hinaus und fördern den kulturellen Austausch auf vielfältige Weise. Besonders hervorzuheben ist die Partnerschaft mit der polnischen Stadt Chojna (ehemals Königsberg in der Neumark), die durch die gemeinsame historische Verbindung zur Region besonders eng ist.

Diese Partnerschaften manifestieren sich in regelmäßigen Besuchen, Jugendaustauschen und gemeinsamen kulturellen Projekten, die das europäische Miteinander in der Grenzregion lebendig halten. Für Besucher aus dem benachbarten Ausland bietet Fürstenwalde so eine willkommene Brücke zwischen den Kulturen.

Evangelischer Dom St. Marien: Ein Juwel der Backsteingotik

Der Fürstenwalder Dom St. Marien ist nicht nur ein architektonisches Meisterwerk, sondern auch ein wichtiger kultureller Mittelpunkt. Als eine der größten Backsteinkirchen des Landes Brandenburg zieht er jährlich zahlreiche Besucher an. Die Konzerte im Dom, darunter die renommierten Fürstenwalder Domkonzerte, bieten hochkarätige Klassik- und Chorwerke in einzigartiger Atmosphäre.

Die Akustik des gotischen Bauwerks und die beeindruckende Orgel machen jeden Besuch zu einem unvergesslichen Erlebnis. Führungen durch den Dom geben Einblicke in die Baugeschichte und die kunstvollen Details dieses bedeutenden Sakralbaus.

Kulturelle Veranstaltungen und Festivals

Die Stadt bietet das ganze Jahr über ein reichhaltiges Programm an kulturellen Veranstaltungen. Das jährliche Stadtfest verwandelt die Innenstadt in ein großes Open-Air-Festival mit Musik, Kunsthandwerk und kulinarischen Köstlichkeiten. Im Sommer sorgen Open-Air-Kino-Vorstellungen und Theateraufführungen im Museumspark für Unterhaltung unter freiem Himmel.

Der traditionelle Weihnachtsmarkt im Advent lädt mit stimmungsvoller Beleuchtung und regionalem Kunsthandwerk zum Verweilen ein. Kulturelle Höhepunkte wie die Walpurgisnacht im Museumspark oder verschiedene Konzertreihen runden das vielfältige Angebot ab.

Kulturfabrik: Kreativstandort mit Zukunft

Die Kulturfabrik in Fürstenwalde ist ein wichtiger Treffpunkt für die regionale Kulturszene. In dem ehemaligen Industriegebäude finden Konzerte, Theateraufführungen und Workshops statt. Als Veranstaltungsort für zeitgenössische Kunst und Kultur trägt die Kulturfabrik maßgeblich zur kulturellen Vielfalt der Stadt bei und bietet insbesondere jungen Künstlern eine Bühne.

Fazit: Kultur erleben in Fürstenwalde

Fürstenwalde ist eine Stadt mit einer überraschend reichen Kulturlandschaft. Von historischen Museen über internationale Städtepartnerschaften bis hin zu lebendigen Veranstaltungen – die Domstadt bietet Kulturinteressierten ein vielfältiges Programm. Wer in Fürstenwalde lebt oder die Stadt als Gast besucht, sollte sich Zeit nehmen, diese kulturellen Schätze zu entdecken.

Denn hier zeigt sich eine Seite der Stadt, die weit über ihre Funktion als Wohn- und Industriestandort hinausgeht. Die Kombination aus historischem Erbe, internationaler Verbindung und zeitgenössischer Kultur macht Fürstenwalde zu einem lohnenswerten Ziel für alle, die Kultur in der Region Oder-Spree erleben möchten.

Praktische Informationen für Besucher

  • Museum Fürstenwalde: Öffnungszeiten und aktuelle Ausstellungen auf der Stadtwebsite
  • Dom St. Marien: Regelmäßige Führungen und Konzerte
  • Kulturfabrik: Veranstaltungskalender online verfügbar
  • Stadtfest: Jährlich im Juni

Ob für einen Wochenendausflug oder einen längeren Aufenthalt – die kulturellen Highlights Fürstenwaldes lohnen den Besuch und bieten Einblicke in eine facettenreiche Stadtgeschichte.

0 Kommentare
https://fuerstenwalde-moebliert.de/wp-content/uploads/2026/07/fuerstenwalde_jagdschloss.jpg 1063 1600 Gerd van Claw https://fuerstenwalde-moebliert.de/wp-content/uploads/2021/07/Fuerstenwalde-noebliert-logo.png Gerd van Claw2026-07-12 06:03:102026-07-12 06:03:10Kulturelle Vielfalt in Fürstenwalde: Museen, Städtepartnerschaften und kulturelle Highlights der Domstadt
blog

Das Alte Rathaus in Fürstenwalde: Geschichte und Architektur der Stadtverwaltung

Das Alte Rathaus in Fürstenwalde steht als markantes Gebäude im Herzen der Stadt und erzählt eine über 150-jährige Geschichte. Wer durch die Fürstenwalder Innenstadt schlendert, kann das imposante Bauwerk am Rathausplatz kaum übersehen. Doch welche Geschichte verbirgt sich hinter den Fassaden dieses Verwaltungssitzes?

Von der mittelalterlichen Ratsstube zum repräsentativen Rathaus

Die Ursprünge der Fürstenwalder Stadtverwaltung reichen weit zurück. Bereits im Mittelalter gab es in der damaligen Marktstadt eine Ratsstube, in der die Stadtverordneten tagten und wichtige Entscheidungen für die Gemeinschaft trafen. Mit dem wachsenden Einfluss der Stadt und der zunehmenden Bedeutung als Verwaltungszentrum im Landkreis Oder-Spree wurde jedoch bald deutlich: Fürstenwalde brauchte einen würdigen repräsentativen Sitz.

Das heutige Alte Rathaus entstand im 19. Jahrhundert und wurde im Laufe der Jahrzehnte mehrfach umgebaut und erweitert. Die Architektur spiegelt den Stil der Gründerzeit wider und verbindet klassizistische Elemente mit regionalen Bauweisen, die für die Mark Brandenburg typisch sind. Besonders auffällig ist die symmetrische Fassade mit ihren großen Fensterfronten, die viel Licht in die Amtsräume lassen.

Architektonische Besonderheiten

Das Alte Rathaus präsentiert sich als zweigeschossiger Backsteinbau mit einem markanten Dachreiter, der von Weitem sichtbar ist. Die Fassade ist durch Lisenen gegliedert, die dem Bauwerk eine elegante Struktur verleihen. Über dem Haupteingang befindet sich ein kunstvoll gestaltetes Portal, das mit dekorativen Elementen verziert ist und den repräsentativen Charakter des Gebäudes unterstreicht.

Im Inneren beeindrucken vor allem der große Sitzungssaal und das Treppenhaus. Der Sitzungssaal dient bis heute als Ort der politischen Debatte und ist mit historischen Gemälden und Porträts ehemaliger Bürgermeister geschmückt. Das Treppenhaus mit seiner geschwungenen Treppe und dem schmiedeeisernen Geländer ist ein architektonisches Kleinod, das Besucher ebenso wie die Stadtverordneten begeistert.

Rathausplatz als kultureller Mittelpunkt

Der Rathausplatz vor dem Gebäude hat sich im Laufe der Jahrzehnte zu einem wichtigen Versammlungsort entwickelt. Hier finden Bürgerversammlungen statt, Märkte werden abgehalten und bei besonderen Anlässen erstrahlt die Fassade des Rathauses in festlicher Beleuchtung. Der Platz mit seinem Brunnen und den Bäumen lädt zum Verweilen ein und ist ein beliebter Treffpunkt für Einheimische und Besucher gleichermaßen.

In unmittelbarer Nähe zum Rathaus befinden sich weitere Sehenswürdigkeiten wie der Fürstenwalder Dom St. Marien, das Bischofsschloss und das Stadtmuseum. Diese Konzentration historischer Gebäude macht die Innenstadt zu einem besonders reizvollen Ziel für Stadtspaziergänge.

Aktuelle Entwicklungen und Zukunftsperspektiven

Wie viele historische Rathäuser in Ostdeutschland stand auch das Fürstenwalder Rathaus vor großen Herausforderungen. Nach der Wende mussten umfangreiche Sanierungsarbeiten durchgeführt werden, um das Gebäude für die moderne Verwaltung nutzbar zu machen. Dabei wurde besonders darauf geachtet, den historischen Charakter zu erhalten und gleichzeitig zeitgemäße Arbeitsplätze zu schaffen.

Die Stadtverwaltung hat in den letzten Jahren verschiedene Projekte initiiert, um das Rathaus und seine Umgebung weiter aufzuwerten. Geplant sind unter anderem eine barrierefreie Zugänglichkeit und die energetische Sanierung des Gebäudes. Diese Maßnahmen sollen nicht nur den Komfort für Mitarbeiter und Besucher erhöhen, sondern auch dazu beitragen, dass das Alte Rathaus für kommende Generationen erhalten bleibt.

Fazit

Das Alte Rathaus in Fürstenwalde ist weit mehr als nur ein Verwaltungsgebäude. Es ist ein Stück Stadtgeschichte, das die Entwicklung der Domstadt von der mittelalterlichen Marktstadt bis zur modernen Kreisstadt widerspiegelt. Wer Fürstenwalde besucht, sollte sich Zeit nehmen, das Rathaus und den Rathausplatz zu erkunden. Die Architektur, die Geschichte und die lebendige Atmosphäre machen diesen Ort zu einem der interessantesten Punkte in der Stadt.

Ob als Tourist, der die Sehenswürdigkeiten der Domstadt entdeckt, oder als Einheimischer, der sich für die lokale Geschichte interessiert – das Alte Rathaus bietet für jeden etwas. Es bleibt ein wichtiger Teil des Fürstenwalder Stadtbildes und ein Symbol für die demokratische Tradition der Stadt.

0 Kommentare
https://fuerstenwalde-moebliert.de/wp-content/uploads/2026/07/rathaus-fuerstenwalde.jpg 793 513 Gerd van Claw https://fuerstenwalde-moebliert.de/wp-content/uploads/2021/07/Fuerstenwalde-noebliert-logo.png Gerd van Claw2026-07-08 06:06:162026-07-08 06:06:16Das Alte Rathaus in Fürstenwalde: Geschichte und Architektur der Stadtverwaltung
blog

Fürstenwalde: Von der Domstadt zum Industriestandort – Die faszinierende Wirtschaftsgeschichte

Vom Handelsplatz zur Industriestadt

Die Grundlagen für den wirtschaftlichen Erfolg Fürstenwaldes wurden bereits im Mittelalter gelegt. Die Stadt liegt an einer Engstelle des Berliner Urstromtales, an der die Spree in Richtung Osten nicht mehr schiffbar war. Waren von und zur Oder mussten hier auf dem Landweg umgeladen werden. Da Fürstenwalde das Niederlagsrecht besaß, waren die Händler verpflichtet, ihre Güter vor Ort anzubieten – ein System, das die Stadt zu einem der wohlhabendsten Orte der Mark Brandenburg werden ließ.

Schon im 13. Jahrhundert war Fürstenwalde ein bedeutender Handelsplatz. Die regelmäßige Anlage der Straßen und die strategische Lage an der Spree machten sie zum idealen Umschlagplatz für Waren aller Art. Diese wirtschaftliche Bedeutung sollte sich über Jahrhunderte hinweg fortsetzen – allerdings in völlig neuen Dimensionen.

Julius Pintsch und die Weltmarktführerschaft

Der entscheidende Wendepunkt kam 1872, als die Berliner Firma Julius Pintsch AG einen Großteil ihrer Produktionsanlagen nach Fürstenwalde verlegte. Das Unternehmen spezialisierte sich auf die Herstellung von pflegearmen Leuchttürmen mit selbst produzierten Leuchtmitteln und entwickelte sich rasch zum Weltmarktführer für Seezeichen.

Die Erfolgsgeschichte war atemberaubend: Über 3.000 Seezeichen aus Fürstenwalde wurden allein für den Bau des Suezkanals geliefert. Die Produkte der Pintsch-Werke erleuchteten Leuchttürme und Häfen auf der ganzen Welt – von der Ostsee bis zum Mittelmeer, von Europa bis nach Übersee. Gaslaternen, Bojen und Leuchtfeuer aus der kleinen Stadt in Brandenburg waren auf allen Meeren zu Hause.

Der Leuchtturm, der nach Hause kam

Ein besonderes Stück Industriegeschichte ist der 1909 in Fürstenwalde gebaute Leuchtturm, der über 70 Jahre lang als Unterfeuer Vierendehlgrund bei Stralsund an der Ostsee im Einsatz war. 1983 stillgelegt und 2005 abgebaut, kehrte er 2007 an seinen Entstehungsort zurück. Heute steht er als Industriedenkmal auf dem Hof des Stadtmuseums am Domplatz 7 und erinnert an die glorreiche Ära der Fürstenwalder Seezeichenproduktion.

Besucher können den Leuchtturm bestaunen und sich im Museum über die gesamte Geschichte der Stadt informieren. Über 10.000 Jahre Erd-, Ur- und Frühgeschichte sowie mehr als 700 Jahre Stadtgeschichte als Bischofs-, Grenz-, Handels- und Industriestadt werden hier lebendig.

Von der Rüstungsfabrik zur modernen Domstadt

Während des Zweiten Weltkriegs expandierte das Unternehmen zu einem Rüstungsbetrieb mit rund 12.000 Beschäftigten, darunter viele Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene. Nach dem Krieg wurde die Firma Julius Pintsch in Fürstenwalde enteignet. Mit dem Ende der DDR und dem Abzug der sowjetischen Truppen 1994 veränderte sich das Stadtbild erneut grundlegend.

Heute präsentiert sich Fürstenwalde als "Grüne Stadt an der Spree" – ein Beiname, den sie seit den 1920er Jahren trägt, dank ihres hohen Baumbestandes und zahlreicher Grünflächen. Der Stadtpark, ab 1836 durch den Ratsherrn Christian Friedrich Schultze angelegt, und das Spreeufergelände ziehen sich bis unmittelbar an das historische Zentrum heran.

Fazit

Die Wirtschaftsgeschichte Fürstenwaldes ist ein faszinierendes Kapitel deutscher Industriegeschichte. Von mittelalterlichem Handelsplatz über Weltmarktführer für Seezeichen bis zur modernen Domstadt – die Stadt hat sich mehrfach neu erfunden und dabei immer ihre einzigartige Identität bewahrt.

Wer Fürstenwalde besucht, sollte sich Zeit für das Stadtmuseum am Domplatz 7 nehmen – dort wird Geschichte nicht nur erzählt, sondern greifbar. Der Pintsch-Leuchtturm auf dem Museumshof, die Bennholdsche Geschiebesammlung und die Ausstellungen zu 700 Jahren Stadtgeschichte bieten einen unvergleichlichen Einblick in die vielseitige Vergangenheit dieser außergewöhnlichen Stadt.

0 Kommentare
https://fuerstenwalde-moebliert.de/wp-content/uploads/2026/06/fuerstenwalde_dom.jpg 1305 1740 Gerd van Claw https://fuerstenwalde-moebliert.de/wp-content/uploads/2021/07/Fuerstenwalde-noebliert-logo.png Gerd van Claw2026-06-28 06:05:392026-06-28 06:05:39Fürstenwalde: Von der Domstadt zum Industriestandort – Die faszinierende Wirtschaftsgeschichte
blog

Der Fürstenwalder Dom St. Marien: Ein Juwel der Backsteingotik

Eine Kathedrale inmitten der Stadt

Im Herzen von Fürstenwalde erhebt sich ein Bauwerk, das die Skyline der Stadt seit Jahrhunderten prägt: Die Kirche St. Marien, auch als Fürstenwalder Dom bekannt. Dieses beeindruckende Gotteshaus ist nicht nur ein spirituelles Zentrum für die Gemeinde, sondern auch ein herausragendes Beispiel der norddeutschen Backsteingotik, die die Region Oder-Spree einzigartig macht.

Architektur der Backsteingotik

Der Fürstenwalder Dom besticht durch seine charakteristische Backsteinarchitektur, die typisch für die Baukunst des 13. bis 15. Jahrhunderts in der Mark Brandenburg ist. Die filigranen Maßwerkfenster, die mächtigen Strebepfeiler und die kunstvollen Blendnischen zeugen von handwerklicher Meisterschaft, die damals in der Region verbreitet war. Besonders beeindruckend ist der markante Kirchturm, der weit über die Dächer der Altstadt hinausragt und von weitem sichtbar ist.

Die Verwendung von Backstein als Hauptbaumaterial unterscheidet sich deutlich von den Steinbauten Süddeutschlands und verleiht dem Dom seine warme, rotbraune Farbgebung. Diese Bauweise war typisch für die Hansestädte und die Ostkolonisation, bei der Baumeister und Handwerker aus Nordwestdeutschland und den Niederlanden in die junge Mark Brandenburg kamen.

Geschichte des Doms

Die Ursprünge der Marienkirche reichen bis in die Zeit der deutschen Ostsiedlung zurück. Fürstenwalde selbst erhielt bereits im 13. Jahrhundert Stadtrechte und entwickelte sich zu einem wichtigen Handelszentrum an der Spree. Der Dom als geistliches Zentrum begleitete diese Entwicklung und überstand religiöse Wechsel, Reformationswirren und Zeiten politischer Umbrüche.

Während der DDR-Zeit blieb die Kirche ein wichtiger Versammlungsort für die Gemeinde, auch wenn die politischen Rahmenbedingungen herausfordernd waren. Nach der friedlichen Revolution von 1989 wurden umfangreiche Sanierungsarbeiten durchgeführt, um das historische Gebäude für kommende Generationen zu erhalten und seine kulturelle Bedeutung wieder vollends zur Geltung zu bringen.

Kulturelle Bedeutung für Fürstenwalde

Der Dom ist mehr als ein religiöses Gebäude – er ist ein identitätsstiftendes Wahrzeichen der Stadt, das die Menschen in der Region zusammenbringt. Kirchenmusikveranstaltungen, Kunstausstellungen und kulturelle Begegnungen finden in seinen Mauern statt. Für Besucher aus der Region und darüber hinaus ist der Fürstenwalder Dom ein wichtiger Anziehungspunkt und integraler Bestandteil der touristischen Route durch die Oder-Spree-Region.

Die Lage des Doms in der historischen Altstadt ermöglicht zudem einen harmonischen Spaziergang durch die malerischen Gassen Fürstenwaldes. Vom Rathausplatz bis hin zur Spreepromenade verbindet sich Geschichte mit modernem Stadtleben und zeigt, wie Fürstenwalde seine Vergangenheit bewahrt und gleichzeitig in die Zukunft blickt.

Ein Besuch lohnt sich

Für Monteure und Geschäftsreisende, die in Fürstenwalde untergebracht sind, lohnt sich ein Besuch des Doms. Die ruhige Atmosphäre inmitten der Altstadt bietet eine willkommene Abwechslung nach dem Arbeitstag und lädt zum Verweilen ein. Besonders empfehlenswert ist ein Spaziergang über den angrenzenden Kirchplatz, wo historische Fachwerkhäuser und gepflasterte Wege die Zeit der Residenzstadt Fürstenwalde lebendig werden lassen.

Egal ob Sie Interesse an Geschichte, beeindruckender Architektur oder einfach an besonderen Orten der Ruhe haben – der Fürstenwalder Dom St. Marien ist ein Stück lebendige Geschichte, das einen Besuch verdient hat. Planen Sie bei Ihrem nächsten Aufenthalt einen kleinen Abstecher in die Fürstenwalder Altstadt und lassen Sie sich von der Aura dieses historischen Schatzes verzaubern.

0 Kommentare
https://fuerstenwalde-moebliert.de/wp-content/uploads/2026/06/dom_westen.jpg 1250 1920 Gerd van Claw https://fuerstenwalde-moebliert.de/wp-content/uploads/2021/07/Fuerstenwalde-noebliert-logo.png Gerd van Claw2026-06-15 06:04:392026-06-15 06:04:39Der Fürstenwalder Dom St. Marien: Ein Juwel der Backsteingotik
blog

Vor 100 Jahren: Als Hunderte zu den Markgrafensteinen in die Rauener Berge pilgerten

Am 2. Juni 1926 pilgerten Hunderte Menschen aus Fürstenwalde und Umgebung in die Rauener Berge. Der Anlass: ein großes Fest am Markgrafenstein, über das die Fürstenwalder Zeitung ausführlich berichtete. Was zog die Menschen damals zu diesen uralten Findlingen südlich der Stadt? Ein Blick zurück in die bewegte Geschichte eines der bedeutendsten Naturdenkmäler Brandenburgs.

Ein steinernes Wahrzeichen der Region

Die Markgrafensteine, bestehend aus dem Großen und dem Kleinen Markgrafenstein, sind die größten jemals in Brandenburg entdeckten Findlinge. Vor über 10.000 Jahren wurden die tonnenschweren Granitblöcke während der Eiszeit aus Skandinavien in die Rauenschen Berge transportiert. Der Große Markgrafenstein war mit einem geschätzten Gewicht von bis zu 750 Tonnen das größte Geschiebe Brandenburgs — ein echtes Naturwunder direkt vor den Toren Fürstenwaldes.

Doch ausgerechnet seine Größe wurde ihm zum Verhängnis: 1827/1828 wurden mehrere Scheiben des Steins abgespalten. Aus dem Mittelstück fertigte man noch vor Ort die berühmte Granitschale, die heute vor dem Alten Museum im Berliner Lustgarten steht. Der Transport der 70 bis 80 Tonnen schweren Schale an die Spree war eine technische Meisterleistung: Eine eigens angelegte Trasse, Holzrollen und ein Lastkahn machten die Reise nach Berlin möglich. Der Restblock blieb als Überbleibsel des Großen Markgrafensteins erhalten. Seitdem ist der Kleine Markgrafenstein mit rund 180 Kubikmetern Volumen der größte landliegende Findling Norddeutschlands.

Goethe und Fontane: Zwei Dichter an einem Stein

Die Markgrafensteine zogen nicht nur Wanderer und Naturliebhaber an, sondern auch große Geister ihrer Zeit. Johann Wolfgang von Goethe befasste sich 1828 intensiv mit den „erratischen Blöcken“ und ließ sich vom Maler Julius Schoppe eine Lithografie des Steins anfertigen. Der Dichterfürst, überzeugter Neptunist, war sicher: „Mir mache man aber nicht weis, dass die in den Oderbrüchen liegenden Gesteine, dass der Markgrafenstein bei Fürstenwalde weit hergekommen sei; an Ort und Stelle sind sie liegen geblieben.“

Weniger begeistert zeigte sich Theodor Fontane, der die Steine in den 1880er Jahren besuchte. In seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ verglich er die Findlinge enttäuscht mit „toten zusammengekauerten Elefanten“ — er hatte sich etwas Monumentaleres erhofft. Dennoch trugen seine Schriften dazu bei, die Markgrafensteine weit über die Region hinaus bekannt zu machen.

Das Fest von 1926: Hunderte pilgerten in die Berge

Die Fürstenwalder Zeitung berichtete am 2. Juni 1926 von einem großen Fest am Markgrafenstein, zu dem Hunderte Menschen aus der Stadt und dem Umland in die Rauener Berge strömten. Es war die Zeit der Weimarer Republik, eine Ära voller Umbrüche, in der die Menschen den Ausflug in die Natur und das Gemeinschaftserlebnis suchten. Der Große Markgrafenstein war damals bereits verkleinert, aber immer noch ein imposanter Anziehungspunkt.

Die Rauenschen Berge — mit 152 Metern die höchste Erhebung im weiten Umkreis — boten den Besuchern eine willkommene Abwechslung vom Alltag. Der steinerne Tisch und die steinernen Bänke am ehemaligen Aussichtspunkt, gefertigt aus der äußersten Scheibe des Großen Markgrafensteins, luden zum Verweilen ein. Von hier reichte der Blick über die märkische Landschaft bis nach Fürstenwalde.

Ein Ausflugsziel mit Sagen und Legenden

Die Markgrafensteine sind nicht nur ein geologisches Phänomen, sondern auch reich an Geschichten. Sage berichtet von einer Prinzessin, die der Teufel im Stein gefangen hielt und deren klägliches Winseln Wanderer noch lange zu hören glaubten. Eine andere Überlieferung will das Grab des Falschen Woldemar bei den Steinen verorten — daher, so heißt es, stamme auch der Name Markgrafenstein. Spekuliert wird zudem, ob sich hier der Heilige Hain der Semnonen befand, jenes germanischen Stammes, der einst die Region besiedelte.

2006 wurden die Markgrafensteine in die Liste der 77 Nationalen Geotope Deutschlands aufgenommen — eine verdiente Auszeichnung für diese steinernen Zeugen der Erdgeschichte, die seit Jahrtausenden die Region prägen.

Heute: Ein lohnendes Ziel für Wanderer

100 Jahre nach dem großen Fest von 1926 sind die Markgrafensteine noch immer ein beliebtes Ausflugsziel. Die Rauenschen Berge liegen nur wenige Kilometer südlich von Fürstenwalde und sind über gut ausgeschilderte Wanderwege erreichbar. Vom Kleinen Markgrafenstein aus kann man den steinernen Tisch erkunden und die Ruhe der märkischen Natur genießen. Ein Besuch lohnt sich zu jeder Jahreszeit — und vielleicht denkt der eine oder andere Wanderer an jenem 2. Juni daran zurück, dass vor genau 100 Jahren Hunderte Menschen vor diesen Steinen standen und ein Fest feierten, das in die Lokalgeschichte einging.

0 Kommentare
https://fuerstenwalde-moebliert.de/wp-content/uploads/2026/06/markgrafensteine-rauener-berge.jpg 480 640 Gerd van Claw https://fuerstenwalde-moebliert.de/wp-content/uploads/2021/07/Fuerstenwalde-noebliert-logo.png Gerd van Claw2026-06-02 06:03:342026-06-02 06:03:34Vor 100 Jahren: Als Hunderte zu den Markgrafensteinen in die Rauener Berge pilgerten

Jetzt unverbindlich anfragen!

Kontaktieren Sie mich unter jseidenschnur@gmail.com und erhalten Sie innerhalb von 24 Stunden Auskunft zu freien Monteurzimmern und möblierten Wohnungen!

  • Deutsch

News zu Fürstenwalde

  • Bowling-Weltrekord in Fürstenwalde: Wenn die Kugel bei Hitze rollt
  • Wassersport und Naherholung im Oder-Spree-Seenland: Die besten Badestellen rund um Fürstenwalde
  • Biergärten in und um Fürstenwalde: Wo Bier und Gemütlichkeit aufeinandertreffen
  • Sport und Freizeit in Fürstenwalde: Aktivitäten für Monteure und Gäste
  • 25 Jahre Kammerorchester Fürstenwalde: Ein musikalisches Jubiläum
  • Krankenhaus Fürstenwalde: Medizinische Versorgung im Oder-Spree-Land
  • Goodyear in Fürstenwalde: Reifenwerk-Schließung und die Zukunft der Stadt
  • Kulturelle Vielfalt in Fürstenwalde: Museen, Städtepartnerschaften und kulturelle Highlights der Domstadt
  • Gastronomie in Fürstenwalde: Kulinarische Vielfalt in der Oder-Spree-Stadt
  • Fürstenwalde im Wandel: Neue Geschäfte und Einkaufsmöglichkeiten in der Domstadt

Photos


Monteurzimmer Tesla Fürstenwalde Grünheide




Schlagwörter

4 Personen Apartment möbliert Arbeitsplätze Ausbildung Ausflug Bad Saarow Brandenburg Dom Fürstenwalde Domstadt Elektromobilität Familie Freizeit fuerstenwalde Fürstenwalde Gastronomie Geschichte Grünheide Handwerk Gewerbe Fürstenwalde Wirtschaft Fachkräfte Monteure Oder-Spree Tradition Modernisierung Heimattiergarten Immobilien infrastruktur Innenstadt Kultur Kulturfabrik Monteure Monteurwohnung Monteurzimmer Musik Möblierte Wohnung nachhaltigkeit Nahverkehr Natur Oder-Spree Sommer Sport Spree Stadtentwicklung Stadtverwaltung Tesla Veranstaltung Veranstaltungen Wirtschaft Wohnen auf Zeit Wohnung mieten Wohnungsbau

Jetzt unverbindlich anfragen!

Kontaktieren Sie mich unter jseidenschnur@gmail.com und erhalten Sie innerhalb von 24 Stunden Auskunft zu freien Monteurzimmern und möblierten Wohnungen!

Neueste Monteurwohnungen

  • Möblierte Wohnung Apartment in Fürstenwalde für 4 Personen
    Apt Silver – schöne Monteurwohnung für 4 Personen3. März 2026 - 19:09
  • Apt. Copper – Komfort mit Doppelbett und Schlafsofa17. Februar 2026 - 20:36
  • Monteurwohnung in Fürstenwalde „Volt“ – modern, voll ausgestattet für 4 Personen30. Juni 2022 - 12:01
  • Monteurzimmer in Fürstenwalde „Watt“ für 4 Personen. Zentral, renoviert und neu möbliert18. Juni 2022 - 10:12
  • Monteurwohnung „Nikola“ in Fürstenwalde: 3 Zimmer mit Balkon, modern16. Juni 2022 - 10:29
  • Möblierte Wohnung in Fürstenwalde - Apartment für veri Personen - Monteurwohnungen
    Monteurwohnung 4 Personen nahe Tesla Grünheide in Fürstenwalde „Silizium“15. Juni 2022 - 16:02

Kontakt / Impressum

Fragen Sie möglichst frühzeitig an, denn die modernen möblierten Wohnungen und gepflegten Monteurzimmer sind sehr gefragt! Ihr Vermieter ist Herr Jörn Seidenschnur. Impressum

Fragen Sie jetzt per e-mail an: jseidenschnur@gmail.com

großes Zimmer (Wohnen und Schlafen)





(C) Copyright Jörn Seidenschnur - Enfold Theme by Kriesi
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen
  • Deutsch