Fürstenwalde möbliert Wohnen
  • Deutsch
  • Click to open the search input field Click to open the search input field Suche
  • Menü Menü

Schlagwortarchiv für: Geschichte

Du bist hier: Startseite1 / Geschichte

Beiträge

blog

Fürstenwalde: Von der Domstadt zum Industriestandort – Die faszinierende Wirtschaftsgeschichte

Vom Handelsplatz zur Industriestadt

Die Grundlagen für den wirtschaftlichen Erfolg Fürstenwaldes wurden bereits im Mittelalter gelegt. Die Stadt liegt an einer Engstelle des Berliner Urstromtales, an der die Spree in Richtung Osten nicht mehr schiffbar war. Waren von und zur Oder mussten hier auf dem Landweg umgeladen werden. Da Fürstenwalde das Niederlagsrecht besaß, waren die Händler verpflichtet, ihre Güter vor Ort anzubieten – ein System, das die Stadt zu einem der wohlhabendsten Orte der Mark Brandenburg werden ließ.

Schon im 13. Jahrhundert war Fürstenwalde ein bedeutender Handelsplatz. Die regelmäßige Anlage der Straßen und die strategische Lage an der Spree machten sie zum idealen Umschlagplatz für Waren aller Art. Diese wirtschaftliche Bedeutung sollte sich über Jahrhunderte hinweg fortsetzen – allerdings in völlig neuen Dimensionen.

Julius Pintsch und die Weltmarktführerschaft

Der entscheidende Wendepunkt kam 1872, als die Berliner Firma Julius Pintsch AG einen Großteil ihrer Produktionsanlagen nach Fürstenwalde verlegte. Das Unternehmen spezialisierte sich auf die Herstellung von pflegearmen Leuchttürmen mit selbst produzierten Leuchtmitteln und entwickelte sich rasch zum Weltmarktführer für Seezeichen.

Die Erfolgsgeschichte war atemberaubend: Über 3.000 Seezeichen aus Fürstenwalde wurden allein für den Bau des Suezkanals geliefert. Die Produkte der Pintsch-Werke erleuchteten Leuchttürme und Häfen auf der ganzen Welt – von der Ostsee bis zum Mittelmeer, von Europa bis nach Übersee. Gaslaternen, Bojen und Leuchtfeuer aus der kleinen Stadt in Brandenburg waren auf allen Meeren zu Hause.

Der Leuchtturm, der nach Hause kam

Ein besonderes Stück Industriegeschichte ist der 1909 in Fürstenwalde gebaute Leuchtturm, der über 70 Jahre lang als Unterfeuer Vierendehlgrund bei Stralsund an der Ostsee im Einsatz war. 1983 stillgelegt und 2005 abgebaut, kehrte er 2007 an seinen Entstehungsort zurück. Heute steht er als Industriedenkmal auf dem Hof des Stadtmuseums am Domplatz 7 und erinnert an die glorreiche Ära der Fürstenwalder Seezeichenproduktion.

Besucher können den Leuchtturm bestaunen und sich im Museum über die gesamte Geschichte der Stadt informieren. Über 10.000 Jahre Erd-, Ur- und Frühgeschichte sowie mehr als 700 Jahre Stadtgeschichte als Bischofs-, Grenz-, Handels- und Industriestadt werden hier lebendig.

Von der Rüstungsfabrik zur modernen Domstadt

Während des Zweiten Weltkriegs expandierte das Unternehmen zu einem Rüstungsbetrieb mit rund 12.000 Beschäftigten, darunter viele Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene. Nach dem Krieg wurde die Firma Julius Pintsch in Fürstenwalde enteignet. Mit dem Ende der DDR und dem Abzug der sowjetischen Truppen 1994 veränderte sich das Stadtbild erneut grundlegend.

Heute präsentiert sich Fürstenwalde als "Grüne Stadt an der Spree" – ein Beiname, den sie seit den 1920er Jahren trägt, dank ihres hohen Baumbestandes und zahlreicher Grünflächen. Der Stadtpark, ab 1836 durch den Ratsherrn Christian Friedrich Schultze angelegt, und das Spreeufergelände ziehen sich bis unmittelbar an das historische Zentrum heran.

Fazit

Die Wirtschaftsgeschichte Fürstenwaldes ist ein faszinierendes Kapitel deutscher Industriegeschichte. Von mittelalterlichem Handelsplatz über Weltmarktführer für Seezeichen bis zur modernen Domstadt – die Stadt hat sich mehrfach neu erfunden und dabei immer ihre einzigartige Identität bewahrt.

Wer Fürstenwalde besucht, sollte sich Zeit für das Stadtmuseum am Domplatz 7 nehmen – dort wird Geschichte nicht nur erzählt, sondern greifbar. Der Pintsch-Leuchtturm auf dem Museumshof, die Bennholdsche Geschiebesammlung und die Ausstellungen zu 700 Jahren Stadtgeschichte bieten einen unvergleichlichen Einblick in die vielseitige Vergangenheit dieser außergewöhnlichen Stadt.

0 Kommentare
https://fuerstenwalde-moebliert.de/wp-content/uploads/2026/06/fuerstenwalde_dom.jpg 1305 1740 Gerd van Claw https://fuerstenwalde-moebliert.de/wp-content/uploads/2021/07/Fuerstenwalde-noebliert-logo.png Gerd van Claw2026-06-28 06:05:392026-06-28 06:05:39Fürstenwalde: Von der Domstadt zum Industriestandort – Die faszinierende Wirtschaftsgeschichte
blog

Fürstenwalder Altstadt: Ein Spaziergang durch 700 Jahre Stadtgeschichte

Fürstenwalde an der Spree ist weit mehr als nur eine Kleinstadt in Brandenburg. Wer die historische Altstadt durchquert, spürt die 700-jährige Geschichte in jedem Stein. Von der Gründung im 13. Jahrhundert bis zur Gegenwart hat die Stadt an der Spree zahlreiche Höhen und Tiefen erlebt. Ein Spaziergang durch die Altstadt offenbart nicht nur beeindruckende Bauwerke, sondern auch die Lebensgeschichte einer Stadt, die sich immer wieder neu erfunden hat.

Der Ursprung: Von der slawischen Siedlung zur brandenburgischen Stadt

Die Wurzeln von Fürstenwalde reichen weit zurück. Archäologische Funde belegen, dass das Gebiet bereits in der Bronzezeit besiedelt war. Die ersten schriftlichen Erwähnungen stammen aus dem 13. Jahrhundert, als Fürstenwalde im Zuge der deutschen Ostexpansion als planmäßige Stadt angelegt wurde. Der Name selbst verrät die Bedeutung des Ortes: Ursprünglich war es ein Waldgebiet (Walde), das fürstlichen Besitzern gehörte.

Die strategische Lage an der Spree, einem damals wichtigen Wasserweg, machte Fürstenwalde schnell zu einem bedeutenden Handelsplatz. Die Stadtrechte, verliehen im Jahr 1285, legten den Grundstein für eine Entwicklung, die die Stadt über Jahrhunderte prägen sollte. Die typische Anlage mit einem rechteckigen Marktplatz, der von zwei Hauptstraßen gekreuzt wird, ist bis heute gut erkennbar und verleiht der Altstadt ihren charakteristischen Grundriss.

Das Wahrzeichen: Der Dom St. Marien

Kein Gebäude prägt Fürstenwalde so sehr wie der Dom St. Marien. Die imposante Backsteinkirche, deren Bau im 15. Jahrhundert begann, ist ein herausragendes Beispiel der norddeutschen Backsteingotik. Ihre zwei Türme ragen weit über die Dächer der Altstadt hinaus und sind von weitem sichtbar. Doch der Dom ist nicht nur architektonisch beeindruckend – er ist auch ein Zeitzeugnis.

Während des Dreißigjährigen Krieges erlitt die Kirche schwere Schäden. Im 18. Jahrhundert wurde sie im Barockstil umgestaltet, bevor im 19. Jahrhundert eine neugotische Restaurierung erfolgte. Diese wechselvolle Baugeschichte macht den Dom zu einem einzigartigen Dokument europäischer Architekturgeschichte. Besucher können heute die kunstvollen Gewölbe, die historischen Altäre und die farbenfrohen Bleiglasfenster bestaunen.

Die historische Stadtmauer und das Rathaus

Rund um die Altstadt sind noch heute Reste der mittelalterlichen Stadtbefestigung zu sehen. Die einstige Mauer, die Fürstenwalde vor Angriffen schützen sollte, ist an mehreren Stellen erhalten geblieben. Besonders eindrücklich ist das Steintor, eines der ehemaligen Stadttore, das heute als Symbol für die lange Geschichte der Stadt gilt.

Das Rathaus am Marktplatz ist ein weiteres historisches Highlight. Das Gebäude in seiner heutigen Form stammt aus dem 19. Jahrhundert, doch an diesem Standort befand sich bereits seit dem Mittelalter das Verwaltungszentrum der Stadt. Der Marktplatz selbst, einst Schauplatz von Jahrmärkten und öffentlichen Versammlungen, ist heute ein beliebter Treffpunkt für Einheimische und Besucher.

Die Spreepromenade: Wo Geschichte auf Natur trifft

Ein besonderes Erlebnis ist der Spaziergang entlang der Spree. Die Uferpromenade verbindet die historische Altstadt mit der natürlichen Schönheit des Flusses. An warmen Sommerabenden versammeln sich hier Einheimische und Gäste, um den Blick über das Wasser zu genießen. Die alten Speicherhäuser am Hafen erinnern an die Zeit, als Fürstenwalde ein wichtiger Umschlagplatz für Güter war.

Für Monteure und Geschäftsreisende, die vorübergehend in Fürstenwalde leben, bietet die Altstadt eine willkommene Abwechslung. Nach der Arbeit lädt ein Spaziergang durch die engen Gassen dazu ein, den Alltagsstress hinter sich zu lassen. Die gemütlichen Cafés und Restaurants in historischen Gebäuden laden zu einer Pause ein.

Fazit: Geschichte zum Anfassen

Die Fürstenwalder Altstadt ist ein lebendiges Museum. Anders als in großen Städten, wo historische Zentren oft museal vereinnahmt werden, ist hier das Alltagsleben mit der Geschichte verwoben. Die Bewohner gehen in Gebäuden einkaufen, die älter sind als mancher Staat Europas. Kinder spielen auf Straßen, die schon vor 700 Jahren existierten.

Wer Fürstenwalde wirklich verstehen möchte, sollte sich Zeit für die Altstadt nehmen. Ein Spaziergang von einer bis zwei Stunden offenbart die Schichten der Geschichte, die diese Stadt geformt haben. Von der mittelalterlichen Gründung über die Renaissance und den Barock bis in die Gegenwart – Fürstenwalde ist ein Stück lebendige deutsche Geschichte, das es zu entdecken lohnt.

0 Kommentare
https://fuerstenwalde-moebliert.de/wp-content/uploads/2026/06/fuerstenwalde-sommer.jpg 720 1280 Gerd van Claw https://fuerstenwalde-moebliert.de/wp-content/uploads/2021/07/Fuerstenwalde-noebliert-logo.png Gerd van Claw2026-06-27 06:02:362026-06-27 06:02:36Fürstenwalder Altstadt: Ein Spaziergang durch 700 Jahre Stadtgeschichte
blog

Der Fürstenwalder Dom St. Marien: Ein Juwel der Backsteingotik

Eine Kathedrale inmitten der Stadt

Im Herzen von Fürstenwalde erhebt sich ein Bauwerk, das die Skyline der Stadt seit Jahrhunderten prägt: Die Kirche St. Marien, auch als Fürstenwalder Dom bekannt. Dieses beeindruckende Gotteshaus ist nicht nur ein spirituelles Zentrum für die Gemeinde, sondern auch ein herausragendes Beispiel der norddeutschen Backsteingotik, die die Region Oder-Spree einzigartig macht.

Architektur der Backsteingotik

Der Fürstenwalder Dom besticht durch seine charakteristische Backsteinarchitektur, die typisch für die Baukunst des 13. bis 15. Jahrhunderts in der Mark Brandenburg ist. Die filigranen Maßwerkfenster, die mächtigen Strebepfeiler und die kunstvollen Blendnischen zeugen von handwerklicher Meisterschaft, die damals in der Region verbreitet war. Besonders beeindruckend ist der markante Kirchturm, der weit über die Dächer der Altstadt hinausragt und von weitem sichtbar ist.

Die Verwendung von Backstein als Hauptbaumaterial unterscheidet sich deutlich von den Steinbauten Süddeutschlands und verleiht dem Dom seine warme, rotbraune Farbgebung. Diese Bauweise war typisch für die Hansestädte und die Ostkolonisation, bei der Baumeister und Handwerker aus Nordwestdeutschland und den Niederlanden in die junge Mark Brandenburg kamen.

Geschichte des Doms

Die Ursprünge der Marienkirche reichen bis in die Zeit der deutschen Ostsiedlung zurück. Fürstenwalde selbst erhielt bereits im 13. Jahrhundert Stadtrechte und entwickelte sich zu einem wichtigen Handelszentrum an der Spree. Der Dom als geistliches Zentrum begleitete diese Entwicklung und überstand religiöse Wechsel, Reformationswirren und Zeiten politischer Umbrüche.

Während der DDR-Zeit blieb die Kirche ein wichtiger Versammlungsort für die Gemeinde, auch wenn die politischen Rahmenbedingungen herausfordernd waren. Nach der friedlichen Revolution von 1989 wurden umfangreiche Sanierungsarbeiten durchgeführt, um das historische Gebäude für kommende Generationen zu erhalten und seine kulturelle Bedeutung wieder vollends zur Geltung zu bringen.

Kulturelle Bedeutung für Fürstenwalde

Der Dom ist mehr als ein religiöses Gebäude – er ist ein identitätsstiftendes Wahrzeichen der Stadt, das die Menschen in der Region zusammenbringt. Kirchenmusikveranstaltungen, Kunstausstellungen und kulturelle Begegnungen finden in seinen Mauern statt. Für Besucher aus der Region und darüber hinaus ist der Fürstenwalder Dom ein wichtiger Anziehungspunkt und integraler Bestandteil der touristischen Route durch die Oder-Spree-Region.

Die Lage des Doms in der historischen Altstadt ermöglicht zudem einen harmonischen Spaziergang durch die malerischen Gassen Fürstenwaldes. Vom Rathausplatz bis hin zur Spreepromenade verbindet sich Geschichte mit modernem Stadtleben und zeigt, wie Fürstenwalde seine Vergangenheit bewahrt und gleichzeitig in die Zukunft blickt.

Ein Besuch lohnt sich

Für Monteure und Geschäftsreisende, die in Fürstenwalde untergebracht sind, lohnt sich ein Besuch des Doms. Die ruhige Atmosphäre inmitten der Altstadt bietet eine willkommene Abwechslung nach dem Arbeitstag und lädt zum Verweilen ein. Besonders empfehlenswert ist ein Spaziergang über den angrenzenden Kirchplatz, wo historische Fachwerkhäuser und gepflasterte Wege die Zeit der Residenzstadt Fürstenwalde lebendig werden lassen.

Egal ob Sie Interesse an Geschichte, beeindruckender Architektur oder einfach an besonderen Orten der Ruhe haben – der Fürstenwalder Dom St. Marien ist ein Stück lebendige Geschichte, das einen Besuch verdient hat. Planen Sie bei Ihrem nächsten Aufenthalt einen kleinen Abstecher in die Fürstenwalder Altstadt und lassen Sie sich von der Aura dieses historischen Schatzes verzaubern.

0 Kommentare
https://fuerstenwalde-moebliert.de/wp-content/uploads/2026/06/dom_westen.jpg 1250 1920 Gerd van Claw https://fuerstenwalde-moebliert.de/wp-content/uploads/2021/07/Fuerstenwalde-noebliert-logo.png Gerd van Claw2026-06-15 06:04:392026-06-15 06:04:39Der Fürstenwalder Dom St. Marien: Ein Juwel der Backsteingotik
blog

Vor 100 Jahren: Als Hunderte zu den Markgrafensteinen in die Rauener Berge pilgerten

Am 2. Juni 1926 pilgerten Hunderte Menschen aus Fürstenwalde und Umgebung in die Rauener Berge. Der Anlass: ein großes Fest am Markgrafenstein, über das die Fürstenwalder Zeitung ausführlich berichtete. Was zog die Menschen damals zu diesen uralten Findlingen südlich der Stadt? Ein Blick zurück in die bewegte Geschichte eines der bedeutendsten Naturdenkmäler Brandenburgs.

Ein steinernes Wahrzeichen der Region

Die Markgrafensteine, bestehend aus dem Großen und dem Kleinen Markgrafenstein, sind die größten jemals in Brandenburg entdeckten Findlinge. Vor über 10.000 Jahren wurden die tonnenschweren Granitblöcke während der Eiszeit aus Skandinavien in die Rauenschen Berge transportiert. Der Große Markgrafenstein war mit einem geschätzten Gewicht von bis zu 750 Tonnen das größte Geschiebe Brandenburgs — ein echtes Naturwunder direkt vor den Toren Fürstenwaldes.

Doch ausgerechnet seine Größe wurde ihm zum Verhängnis: 1827/1828 wurden mehrere Scheiben des Steins abgespalten. Aus dem Mittelstück fertigte man noch vor Ort die berühmte Granitschale, die heute vor dem Alten Museum im Berliner Lustgarten steht. Der Transport der 70 bis 80 Tonnen schweren Schale an die Spree war eine technische Meisterleistung: Eine eigens angelegte Trasse, Holzrollen und ein Lastkahn machten die Reise nach Berlin möglich. Der Restblock blieb als Überbleibsel des Großen Markgrafensteins erhalten. Seitdem ist der Kleine Markgrafenstein mit rund 180 Kubikmetern Volumen der größte landliegende Findling Norddeutschlands.

Goethe und Fontane: Zwei Dichter an einem Stein

Die Markgrafensteine zogen nicht nur Wanderer und Naturliebhaber an, sondern auch große Geister ihrer Zeit. Johann Wolfgang von Goethe befasste sich 1828 intensiv mit den „erratischen Blöcken“ und ließ sich vom Maler Julius Schoppe eine Lithografie des Steins anfertigen. Der Dichterfürst, überzeugter Neptunist, war sicher: „Mir mache man aber nicht weis, dass die in den Oderbrüchen liegenden Gesteine, dass der Markgrafenstein bei Fürstenwalde weit hergekommen sei; an Ort und Stelle sind sie liegen geblieben.“

Weniger begeistert zeigte sich Theodor Fontane, der die Steine in den 1880er Jahren besuchte. In seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ verglich er die Findlinge enttäuscht mit „toten zusammengekauerten Elefanten“ — er hatte sich etwas Monumentaleres erhofft. Dennoch trugen seine Schriften dazu bei, die Markgrafensteine weit über die Region hinaus bekannt zu machen.

Das Fest von 1926: Hunderte pilgerten in die Berge

Die Fürstenwalder Zeitung berichtete am 2. Juni 1926 von einem großen Fest am Markgrafenstein, zu dem Hunderte Menschen aus der Stadt und dem Umland in die Rauener Berge strömten. Es war die Zeit der Weimarer Republik, eine Ära voller Umbrüche, in der die Menschen den Ausflug in die Natur und das Gemeinschaftserlebnis suchten. Der Große Markgrafenstein war damals bereits verkleinert, aber immer noch ein imposanter Anziehungspunkt.

Die Rauenschen Berge — mit 152 Metern die höchste Erhebung im weiten Umkreis — boten den Besuchern eine willkommene Abwechslung vom Alltag. Der steinerne Tisch und die steinernen Bänke am ehemaligen Aussichtspunkt, gefertigt aus der äußersten Scheibe des Großen Markgrafensteins, luden zum Verweilen ein. Von hier reichte der Blick über die märkische Landschaft bis nach Fürstenwalde.

Ein Ausflugsziel mit Sagen und Legenden

Die Markgrafensteine sind nicht nur ein geologisches Phänomen, sondern auch reich an Geschichten. Sage berichtet von einer Prinzessin, die der Teufel im Stein gefangen hielt und deren klägliches Winseln Wanderer noch lange zu hören glaubten. Eine andere Überlieferung will das Grab des Falschen Woldemar bei den Steinen verorten — daher, so heißt es, stamme auch der Name Markgrafenstein. Spekuliert wird zudem, ob sich hier der Heilige Hain der Semnonen befand, jenes germanischen Stammes, der einst die Region besiedelte.

2006 wurden die Markgrafensteine in die Liste der 77 Nationalen Geotope Deutschlands aufgenommen — eine verdiente Auszeichnung für diese steinernen Zeugen der Erdgeschichte, die seit Jahrtausenden die Region prägen.

Heute: Ein lohnendes Ziel für Wanderer

100 Jahre nach dem großen Fest von 1926 sind die Markgrafensteine noch immer ein beliebtes Ausflugsziel. Die Rauenschen Berge liegen nur wenige Kilometer südlich von Fürstenwalde und sind über gut ausgeschilderte Wanderwege erreichbar. Vom Kleinen Markgrafenstein aus kann man den steinernen Tisch erkunden und die Ruhe der märkischen Natur genießen. Ein Besuch lohnt sich zu jeder Jahreszeit — und vielleicht denkt der eine oder andere Wanderer an jenem 2. Juni daran zurück, dass vor genau 100 Jahren Hunderte Menschen vor diesen Steinen standen und ein Fest feierten, das in die Lokalgeschichte einging.

0 Kommentare
https://fuerstenwalde-moebliert.de/wp-content/uploads/2026/06/markgrafensteine-rauener-berge.jpg 480 640 Gerd van Claw https://fuerstenwalde-moebliert.de/wp-content/uploads/2021/07/Fuerstenwalde-noebliert-logo.png Gerd van Claw2026-06-02 06:03:342026-06-02 06:03:34Vor 100 Jahren: Als Hunderte zu den Markgrafensteinen in die Rauener Berge pilgerten

Jetzt unverbindlich anfragen!

Kontaktieren Sie mich unter jseidenschnur@gmail.com und erhalten Sie innerhalb von 24 Stunden Auskunft zu freien Monteurzimmern und möblierten Wohnungen!

  • Deutsch

News zu Fürstenwalde

  • Fürstenwalde: Von der Domstadt zum Industriestandort – Die faszinierende Wirtschaftsgeschichte
  • Stadtfest Fürstenwalde 2026: Drei Tage Feierlaune in der Domstadt
  • Fürstenwalder Altstadt: Ein Spaziergang durch 700 Jahre Stadtgeschichte
  • 35 Jahre Frauenhaus Fürstenwalde: Gelebte Solidarität für Frauen und Kinder
  • Fürstenwalde als Pendlerstadt: Perfekte Anbindung an Berlin und Frankfurt (Oder)
  • Markt & Mehr: Was der Fürstenwalder Wochenmarkt im Juni 2026 bietet
  • Sommernachtstraum in Fürstenwalde: Die schönsten Abende an Spree und Oder
  • Der Fürstenwalder Dom St. Marien: Ein Juwel der Backsteingotik
  • Heimattiergarten Fürstenwalde: Ein Naturparadies für die ganze Familie
  • Fürstenwalde wächst: Warum immer mehr Menschen in die Oder-Spree-Stadt ziehen

Photos

Monteurzimmer Tesla Fürstenwalde Grünheide





Schlagwörter

2 Personen 4 Personen Apartment möbliert Ausbildung Ausflug Bad Saarow Bahnhof Brandenburg Dom Fürstenwalde Eisenbahnstraße Elektromobilität Familie Freizeit fuerstenwalde Fürstenwalde Geschichte Gewerbegebiet Grünheide Heimattiergarten Immobilien infrastruktur Innenstadt Kultur Kulturfabrik Monteurwohnung Monteurzimmer Möblierte Wohnung nachhaltigkeit Nahverkehr Natur Oder-Spree Sport Spree Stadtentwicklung Stadtfest Tesla Tesla Gigafactory Veranstaltung Veranstaltungen Wirtschaft WLAN Wohnen Wohnen auf Zeit Wohnung mieten Wohnungsbau

Jetzt unverbindlich anfragen!

Kontaktieren Sie mich unter jseidenschnur@gmail.com und erhalten Sie innerhalb von 24 Stunden Auskunft zu freien Monteurzimmern und möblierten Wohnungen!

Neueste Monteurwohnungen

  • Möblierte Wohnung Apartment in Fürstenwalde für 4 Personen
    Apt Silver – schöne Monteurwohnung für 4 Personen3. März 2026 - 19:09
  • Apt. Copper – Komfort mit Doppelbett und Schlafsofa17. Februar 2026 - 20:36
  • Monteurwohnung in Fürstenwalde „Volt“ – modern, voll ausgestattet für 4 Personen30. Juni 2022 - 12:01
  • Monteurzimmer in Fürstenwalde „Watt“ für 4 Personen. Zentral, renoviert und neu möbliert18. Juni 2022 - 10:12
  • Monteurwohnung „Nikola“ in Fürstenwalde: 3 Zimmer mit Balkon, modern16. Juni 2022 - 10:29
  • Möblierte Wohnung in Fürstenwalde - Apartment für veri Personen - Monteurwohnungen
    Monteurwohnung 4 Personen nahe Tesla Grünheide in Fürstenwalde „Silizium“15. Juni 2022 - 16:02

Kontakt / Impressum

Fragen Sie möglichst frühzeitig an, denn die modernen möblierten Wohnungen und gepflegten Monteurzimmer sind sehr gefragt! Ihr Vermieter ist Herr Jörn Seidenschnur. Impressum

Fragen Sie jetzt per e-mail an: jseidenschnur@gmail.com



großes Zimmer (Wohnen und Schlafen)



(C) Copyright Jörn Seidenschnur - Enfold Theme by Kriesi
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen
  • Deutsch