Die Stadt Fürstenwalde und die Gemeinde Langewahl planen ein gewaltiges Vorhaben: Ein neues XXL-Gewerbegebiet an der Autobahn A12, direkt am Anschluss Fürstenwalde-Ost. Auf knapp 70 Hektar Waldfläche entlang der Spree soll eines der größten Gewerbegebiete in Brandenburg entstehen.
Wirtschaftlicher Aufschwung in Aussicht
Die Region Fürstenwalde hat in den letzten Jahren wirtschaftlich gelitten. Die angekündigte Schließung des Goodyear-Reifenwerks und Stellenstreichungen beim Bauunternehmen Bonava trafen die Stadt hart. Mit dem neuen Gewerbegebiet hoffen Stadt und Landespolitik auf frischen Wind – als sogenannte „Vorsorgefläche“ für schnell ansiedlungswillige Investoren.
Kontroverse um den Waldbesitz
Doch das Vorhaben ist umstritten. Die Bürgerinitiative „Walderhalt Spreetal“ protestiert vehement gegen die Waldrodung. Naturschützer warnen vor gravierenden ökologischen Folgen für das Spreetal. Noch bis März 2026 können Bürgerinnen und Bürger Einwendungen im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung einreichen.
Man hat ähnliche Initiativen bereits vor dem Bau des ersten Tesla-Werkes gesehen. Dabei versuchen die Umweltschützer auch einfachen Nutz-Forst als hochwertigen Wald darzustellen. Das ist ein Monokultur Forst von Kiefern oder Fichten aber sicherlich nicht. Wer einmal von der Autobahn nach links oder rechts in den Forst hineinschaut, der sieht, dass die in Reihen gepflanzten immer gleichen Nadelbäume nur sehr wenig mit einem „Wald“ zu tun hat.
Was bedeutet das für die Region Fürstenwalde?
Sollte das Projekt realisiert werden, könnte Fürstenwalde zu einem attraktiven Standort für produzierende Unternehmen werden – mit kurzen Wegen zur A12 und guter Anbindung nach Berlin und Frankfurt (Oder). Allerdings wird es noch viele Jahre dauern, bis aus dem Wald tatsächlich Bauland wird. Wenn es dann losgeht, werden sich die Baufirmen bemühen, hochwertige Monteurwohnungen in Fürstenwalde möglichst langfristig buchen zu können.















