XXL-Gewerbegebiet an der A12: Fürstenwalde plant großen Wirtschaftsstandort

Die Stadt Fürstenwalde/Spree steht vor einer wirtschaftlichen Weichenstellung: Gemeinsam mit der Gemeinde Langewahl plant sie ein riesiges Gewerbe- und Industriegebiet direkt an der Autobahn A12. Auf einer Fläche von bis zu 240 Hektar – größtenteils Waldgebiet – soll einer der größten Industriestandorte Brandenburgs entstehen.

Wirtschaftlicher Hintergrund

Fürstenwalde hat in den vergangenen Jahren wirtschaftliche Rückschläge erlitten. Die angekündigte Schließung des Goodyear-Reifenwerks und Stellenstreichungen beim Bauunternehmen Bonava haben die Region hart getroffen. Das neue Gewerbegebiet soll als sogenannte „Vorsorgefläche“ dienen – bereit für Investoren, die schnell mit der Produktion beginnen wollen und eine sofort verfügbare Fläche mit guter Infrastruktur benötigen.

Lage und Anbindung

Die Lage ist strategisch attraktiv: Direkter Zugang zur A12 mit hervorragender Anbindung an Berlin im Westen und Frankfurt (Oder) im Osten. Für produzierende Unternehmen, Logistikbetriebe und Zulieferer der Automobilindustrie – nicht zuletzt in der Nähe des Tesla-Werks in Grünheide – könnte der Standort interessant sein.

Kontroverse um den Walderhalt

Das Vorhaben ist nicht unumstritten. Die Bürgerinitiative „Walderhalt Spreetal“ protestiert gegen die geplante Rodung des Waldgebiets im Spreetal. Naturschützer warnen vor gravierenden ökologischen Folgen für die sensible Flusslandschaft. Bis zum Frühjahr 2026 konnten Bürgerinnen und Bürger im Rahmen der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung Einwendungen einreichen.

Wie geht es weiter?

Bis aus dem Wald tatsächlich Bauland wird, sind noch viele Planungsschritte notwendig. Bauleitplanung, Umweltverträglichkeitsprüfung und Genehmigungsverfahren werden Jahre in Anspruch nehmen. Die grundsätzliche Weichenstellung aber ist gestellt – Fürstenwalde setzt auf Wachstum durch Gewerbeansiedlung.

Bleiben Sie informiert über die Entwicklungen rund um Fürstenwalde und die Region Oder-Spree auf diesem Blog.

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